Mittwoch, 21. September 2011

Leasing näher betrachtet (I)

Leasingangebote gibt es ja wie Sand am Meer. Allerdings erstrecken die sich im Privatkundenbereicht meist aufs Auto-Leasing. Wir wollen uns mal andere Leasingarten anschauen, die in größerern Bereichen angesiedelt sind, nämlich Industrie-Leasing, wobei hier im weitesten Sinne auch Absatzfinanzierung und Vertriebsleasing hinzukommen.



Als atypischer Mietvertrag ist der Nutzungsüberlassungsvertrag im zivilrechtlichen Sinne eine Art Mischform zwischen Kauf und Miete von Investitionsgütern.

Man spricht bei diesem auch Mietkauf genannten über einen Vorgang, bei dem der Leasinggeber Eigentümer des Objekts bleibt, vertraglich aber dem Leasingnehmer alle Rechte, Pflichten und Risiken (Haftung!) übertragen werden. Vor allem letzterer Punkt ist hier mehr als beachtenswert.

Unter Investitionsgüter werden meist Maschinen verstanden, dabei nicht nur Fahrzeuge, sondern vor allem auch technische Anlagen, wie es beim Leasing im industriellen Bereich zum Tragen kommt, sozusagen eine liquiditätsschonende Form der Unternehmensfinanzierung.

Man könnte es auch so ausdrücken, dass eine auf das Leasing-Geschäft spezialisierte Bank erworbene Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen eines Leasingvertrages an ein Unternehmen vermietet.

Leasing einer Bürokaffeemaschine - Das wohl wichtigste Investitionsgut - aus Mitarbeitersicht


Recht tricky ist die Abgrenzung zum normalen Mietvertrag, z.B. bei Unternehmen, die sich Zimmerpflanzen mieten und eigentlich nur den Service der Unterhaltung zahlen. Die Wikipedia wird zu diesem Unterschied deutlicher und weist darauf hin, dass der meist genutzte Begriff "Leasing [...] in diesem Zusammenhang aber nicht die sonst übliche Bedeutung als Finanzierungsalternative von Investitionsgütern" hat.

Soviel fürs erste, in Teil zwei werden wir uns über die Vorteile von Leasing aus Sicht des Leasingnehmers orientieren.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Hohe Zinsen aufs Tagesgeld

Das Tagesgeldkonto ist eine flexible Anlageform, die ähnlich wie ein Girokonto funktioniert, jedoch mit verhältnismäßig hohen Zinsen ausgestattet ist. Allerdings kann ein Tagesgeldkonto nicht für den regulären Zahlungsverkehr genutzt werden.
Das Tagesgeldkonto ist eine hoch flexible Anlageform, dadurch ist es dem Anleger möglich über das Kapital täglich zu verfügen. Im Gegensatz dazu muss der Anleger bei einem Festgeldkonto immer bis zum Ende der Anlagelaufzeit warten, bis er ohne Verluste über sein Geld verfügen kann.
Die Folge dieser Flexibilität ergibt sich in einer niedrigeren Verzinsung als beim Festgeld.
Trotzdem ist ein Zinssatz von ca 2,0 % , der häufig tagesgenau abgerechnet wird, bei weitem höher als die Verzinsung auf einem Girokonto oder Sparbuch.

Montag, 18. Januar 2010

Ausblick auf 2010

Finanzexperten und Vermögensprofis wagen einen Ausblick für das Jahr 2010. Das Fazit: Alles nur keine Langweile.

Für das erste Quartal erwarten beratende Experten einen positiven Verlauf durch einen technischen Aufwärtstrend, unterstützt von guten Unternehmenszahlen.
In der zweiten Jahreshälfte rechnen Experten mit steigenden Geldmarktzinsen. Australien ist hier der Vorläufer. Down-Under wurden die Geldmarktzinsen bereits erhöht. Die Zinssätze 10-jähriger Anleihen sollten im Zuge dessen ansteigen. Vorsicht vor Kursverlusten. Unternehmensanleihen bleiben selektiv interessant, jedoch sollten Anleger auf eine kürzere Restlaufzeit und eine ausreichend gute Bonität des Emittenten achten.
Für die beiden Weltwährungen, USD und EUR, erwarten Finanzexperten eher mäßige Entwicklungen. Keine der Weltwährungen wird durch Stärke glänzen. Man rechnet unter Schwankungen mit einem Seitwärtstrend bei EUR/USD zwischen 1,32 und 1,58.
Offene Immobilienfonds werden auch weiterhin mit ansteigenden Leerständen sowie Bestandsabschreibungen kämpfen. Vor allem Fonds mit relativ hohem Liquiditätsanteil leiden unter den sehr niedrigen Festgeldsätzen. Die Renditen bleiben weiterhin unter Druck: Man rechnet mit Renditen von maximal 3 bis 4 Prozent pro Jahr. Bei einzelnen Fonds werden auch Minusrenditen für möglich gehalten.
Rohstoffe bleiben nach wie vor ein interessantes Investment: Während Öl weiteren Schwankungen unterlegen wir, bleibt Gold ein Spekulationsobjekt.

In der Gesamtbetrachtung sieht man das Jahr 2010 als Konsolidierungsjahr, das einigen Schwankungen unterliegen wird.

Montag, 28. Dezember 2009

Beteiligungen und Anlagen auf dem Prüfstand

Die derzeitige Situation lässt wieder einmal Überlegungen zu alternativen Anlagestrategien aufkommen. Niedrige Zinsen und schwer einzuschätzende Aktienmärkte tun dabei ihr Übriges.

Schiffs- und Immobilienfonds versorgen uns derzeit hauptsächlich mit schlechten Nachrichten. Anleger meiden daher Beteiligungsmodelle, obwohl auch dort attraktive Optionen zu finden sind:
Gerade wegen der schlechten Nachrichtenlage wird derzeit bei Emittenten das Augenmerk wieder stärker auf Qualität gerichtet. Mietpreise und Immobilienmärkte haben sich nach der Überhitzung in den Jahren 2005 bis 2007 global nach unten entwickelt, jetzt bieten sie daher wieder ein lukratives Niveau für Einsteiger. Und einige Angebote lassen selbst in schwierigen Zeiten stabile Erträge erwarten, die mehr Rendite bringen als es im festverzinslichen Bereich derzeit möglich ist.

Montag, 21. Dezember 2009

Wo Markowitz an seine Grenzen stößt.

Nach der Lehman-Pleite vor gut einem Jahr ging es auf den Börsen in nahezu allen Anlageklassen stark nach unten. In den letzten Wochen geht es in beinahe allen Bereichen wieder steil nach oben: Aktien steigen, Rohstoffe steigen, Gold steigt und so weiter.
In diesem Zusammenhang wird immer wieder die nobelpreis-gekrönte Theorie von Markowitz genannt. Wirtschaftswissenschaftler untersuchen, wo diese Theorie an ihre Grenzen stößt. In einem Fall wie er beispielsweise im letzten Jahr eintrat, als der Geldmarkt kollabierte, muss die Portfoliotheorie von Markowitz massiv hinterfragt werden. Trotzdem halten Experten aus der Wirtschaft an Markowitz fest. Das Modell basiert auf funktionierenden Märkten, nicht auf nicht-funktionierenden Märkten. In Sondersituationen ist die Theorie von Markowitz nicht anwendbar, generell hat sie jedoch noch lang nicht ausgedient.

Donnerstag, 26. November 2009

Anlegen in Dubai und Co ?

Über Chancen und Risiken einer Anlage in den arabischen Ländern.

Neben den Marktentwicklungen in Europa sind auch andere Regionen von Interesse für Anleger, wie zum Beispiel Afrika oder vor allem auch der arabische Raum. In den arabischen Emiraten gab es große Infrastrukturbewegungen und steuerliche Anreize diese Regionen mehr zu fördern. Wenn man an den arabischen Raum denkt, fällt einem zuallererst Öl ein. Doch die Zeiten in denen man den Fokus ausschließlich auf das Öl lag sind vorbei. Entwicklungen im Bereich des Tourismus, in der Baubranche und Infrastruktur, Handel und Transport haben diese Region in den letzten Jahren geprägt.
In den arabischen Emiraten sind Dubai und Abu Dhabi ganz weit vorn, doch auch in anderen Regionen herrscht eine starke Dynamik. Jordanien, Ägypten und auch die Türkei sind mit einem gemäßigteren Wachstum auf dem Vormarsch ohne bereits Überhitzungstendenzen zu zeigen.
Allerdings herrscht in den arabischen Emiraten eine Marktenge vor, durch einige große Gesellschaften, die nur lokal dominieren und oftmals durch eine ganze Familie im Sinne eines Clans geführt werden. Es herrscht auch immer noch eine fragile Rechtssicherheit in den arabischen Ländern, als Ausländer kann man daher nicht in jedes Marktsegment einsteigen.
Als Privatanleger kann man durch Investmentfonds am besten in die Entwicklung der arabischen Länder investieren, doch auch über ETFs und Index-Fonds kann man in eine Anlage einsteigen.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Wo ist das Geld?

Auf der ganzen Welt wird haufenweise Geld gedruckt. Die Geldmenge wird stark ausgeweitet. Nun drängt sich Vielen die Frage auf: Wo ist das ganze Geld? Und wo geht es hin, das viele Geld?

Die Geldmenge wird auf der ganzen Welt ausgeweitet.
Experten vermuten, dass viel Geld noch nicht investiert wurde, sondern noch auf Geldmarktkonten liegt, da viele Anleger sich noch in einer Schockstarre befinden.
Für den DAX bedeutet das, den ein oder anderen Rücklauf, da die Finanzsituation auf der Welt noch längst nicht so rosig ist wie die DAX-Höhe. Zunächst muss die Realwirtschaft wachsen, dann kann mit viel Liquidität auch der DAX wieder stabiles Wachstum erreichen.